=?ISO-8859-15?Schöne neue Arbeitswelt
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Auf dem Stein der Wirtschafts-Weisen war es einst in dunkelverwaschenen
Lettern eingraviert:
Liebe Arbeits-Spender, entlaßt Eure Arbeits-Schmarotzer nicht nur, wenn
es
Euch schlecht geht, sondern vielmehr auch, damit es Euch noch viel besser
geht. Wenn Ihr nur fest genug dabei bleibt, werden auch die schlimmsten
Sozis das dereinst als ganz natürlich ansehen.
Gesagt, getan.
Die Inschrift gewann an Farbe und Deutlichkeit:
Falls Ihr nun doch wieder den einen oder anderen Arbeits-Schmarotzer
benötigt, beauftragt doch ein Zeitarbeitsunternehmen. Damit tut Ihr
dreifach Gutes, Ihr bereits jetzt vortrefflichen Arbeit-Spender! Einmal
wächst die Wirtschaft, denn Ihr müßt Euer Geld nicht an
Arbeits-Schmarotzer
vergeuden, sondern könnt es Zeitarbeits-Spendern zukommen lassen, dann
kann
das Arbeitsamt wieder diesen oder jenen Kunden aus ihrer Statistik
löschen, schließlich lernen Arbeits-Schmarotzer, dass es auch
möglich ist,
mit dem halben Lohn wie zuvor auszukommen. Das ist auch eine gute
Vorbereitung auf das Sozialhilfeniveau.
Gesagt, getan.
Nun leuchtet die Inschrift in klarstem, hellstem Gold und weist uns allen
den Weg in eine wahrhaft güldene Zukunft:
Gepriesen seid Ihr, Arbeits-Spender! Nachdem es Euch nun gelungen ist, den
unselbständigen Mitgliedern der Spaßgesellschaft zu zeigen, wo ihr
Platz
ist, nämlich auf den Gängen der Arbeitslosenverwaltungsämter,
könnt Ihr
durch die finale Lösung des Problems, das Ihr auf unseren Rat geschaffen
habt, erneut profitieren: Gebt den Ämtern das Geld zurück, das sie
für die
Lebenserhaltung der vormaligen Arbeits-Scharotzer aufwenden müssen, also
irgend etwas knapp über 300 Euro, legt noch einen begierdeweckenden Euro
oben drauf, und die Aubruchstimmung der 50er Jahre wird sich bei Euch
sogleich einstellen.
Hurramen!
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Harald Schreiber wrote:
> Auf dem Stein der Wirtschafts-Weisen war es einst in dunkelverwaschenen
> Lettern eingraviert:
> Liebe Arbeits-Spender, entlaßt Eure Arbeits-Schmarotzer nicht nur,
wenn es
> Euch schlecht geht, sondern vielmehr auch, damit es Euch noch viel besser
> geht. Wenn Ihr nur fest genug dabei bleibt, werden auch die schlimmsten
> Sozis das dereinst als ganz natürlich ansehen.
> Gesagt, getan.
> Die Inschrift gewann an Farbe und Deutlichkeit:
> Falls Ihr nun doch wieder den einen oder anderen Arbeits-Schmarotzer
> benötigt, beauftragt doch ein Zeitarbeitsunternehmen. Damit tut Ihr
> dreifach Gutes, Ihr bereits jetzt vortrefflichen Arbeit-Spender! Einmal
> wächst die Wirtschaft, denn Ihr müßt Euer Geld nicht an
Arbeits-Schmarotzer
> vergeuden, sondern könnt es Zeitarbeits-Spendern zukommen lassen,
dann kann
> das Arbeitsamt wieder diesen oder jenen Kunden aus ihrer Statistik
> löschen, schließlich lernen Arbeits-Schmarotzer, dass es auch
möglich ist,
> mit dem halben Lohn wie zuvor auszukommen. Das ist auch eine gute
> Vorbereitung auf das Sozialhilfeniveau.
> Gesagt, getan.
> Nun leuchtet die Inschrift in klarstem, hellstem Gold und weist uns allen
> den Weg in eine wahrhaft güldene Zukunft:
> Gepriesen seid Ihr, Arbeits-Spender! Nachdem es Euch nun gelungen ist, den
> unselbständigen Mitgliedern der Spaßgesellschaft zu zeigen, wo
ihr Platz
> ist, nämlich auf den Gängen der
Arbeitslosenverwaltungsämter, könnt Ihr
> durch die finale Lösung des Problems, das Ihr auf unseren Rat
geschaffen
> habt, erneut profitieren: Gebt den Ämtern das Geld zurück, das
sie für die
> Lebenserhaltung der vormaligen Arbeits-Scharotzer aufwenden müssen,
also
> irgend etwas knapp über 300 Euro, legt noch einen begierdeweckenden
Euro
> oben drauf, und die Aubruchstimmung der 50er Jahre wird sich bei Euch
> sogleich einstellen.
> Hurramen!
>
Es wird noch soweit kommen, dass man "Spendengelder" zahlen muss,
damit
die Bewerbung oben auf den Stapel gelegt wird!
Ob es dazu kommt dem Kollegen einen Stoß zu geben (Treppe) ,dass der
Arbeitsplatz frei wird??
Kann man Arbeitsplaetze verlosen oder stehlen? (lassen?) Statt
"Sofortrente" beim Lotto kaeme dann der
"Sofortarbeitsplatz" ...
--
--
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"Harald M." schrieb:
> Es wird noch soweit kommen, dass man "Spendengelder" zahlen
muss, damit
> die Bewerbung oben auf den Stapel gelegt wird!
> Ob es dazu kommt dem Kollegen einen Stoß zu geben (Treppe) ,dass der
> Arbeitsplatz frei wird??
> Kann man Arbeitsplaetze verlosen oder stehlen? (lassen?) Statt
> "Sofortrente" beim Lotto kaeme dann der
"Sofortarbeitsplatz" ...
das Problem liegt darin, dass die Arbeitsämter oder wie jetzt heissen, die
Arbeitslosen verdonnern auf Deubel komm raus Bewerbungen abzuliefern.
Ist doch klar, dass den Müll keiner lesen will, würde ich auch gleich
in die
Tonne kippen