Weiterbildung / =?ISO-8859-15?Fernlehrgänge, Betriebswir =?ISO-8859-15?t

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Florian Krause (2005-06-11 05:38:12)

Hallo!

ich bin 25 Jahre jung und habe leider aus Langeweile vor
einigen Jahren das Gymnasium abgebrochen und meine
mittlere Reife abgelegt, damit ich raus in die große
weite Welt konnte ;-(

Nach einer Ausbildung in einem größeren Unternehmen habe
ich mich innerhalb von fünf Jahren vom kleinen einfachen
Mitarbeiter zum Sachbearbeiter mit Führungsverantwortung/
Stellv. Teamleitung hochgearbeitet. Das es noch
nicht weiter nach oben ging, liegt an Absatz 1 oben.

Da die Konkurrenz nicht schläft, hindert mich am
beruflichen Weiterkommen mein bisheriger schulischer
Lebenslauf: Nur mittlere Reife und eine Berufsausbildung
die mangels fehlender Arbeitsplatzalternativen kaum was
wert ist, kein Abitur, kein Studium. Da es deutschen
Unternehmen meiner Erfahrung nach bei Bewerbungen recht
egal ist wer was wirklich kann sondern zum überwiegenden
Teil nur auf Abschlüsse und Zeugnisse geachtet wird,
habe ich in den Positionen die ich anstrebe null Chance.

Das Nachholen des Abi halte ich persönlich für weniger
wichtig (strebe kein Studium an, würde weitere 2 Jahre
dauern). Ich denke an eine konkrete Weiterbildung,
sowas wie z.B. Dipl. Betriebswirt. Ein Abitur wäre
hierfür keine Voraussetzung. Gleichzeitig hätte ich
einen guten Background für eine spätere Selbstständigkeit.

Aufgrund meiner Berufstätigkeit kommt nur eine
nebenberufliche Weiterbildung in Frage, als ein
Fernlehrgang.

Mich interessieren deshalb eure *persönlichen Meinungen*
(auch von Arbeitgebern wenn welche dabei sind!)
zu den folgenden Fragen:

1) Wird ein Schulabschluss oder eine Weiterbildung
durch einen *Fernlehrgang* von Arbeitgebern als
gleichwertig mit der sonst üblichen Laufbahn
angesehen?

2) Ich tendiere in die Richtung einer Weiterbildung
zum Dipl. Betriebswirt. Dabei gibt es eine klare
Unterscheidung zwischen dem "normalen" Dipl. Betriebswirt
und dem staatl. gepr. Betriebswirt. Das ablegen der
staatlichen Prüfung erfordert weitere Pflichtfächer wie
Kommunikation und Politik, weshalb ein späterer
Wechsel nicht möglich ist.

- Sehen Arbeitgeber einen Fernlehrgang zum Betriebswirt
als gleichwertig zu der sonst üblichen Laufbahn an?

- Welchen zusätzlichen Stellenwert hat ein "staatl.
gepr." (siehe oben genannte zusätzliche Fächer) für
Arbeitgeber?

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Arbaitslos (2005-06-11 07:18:36)


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Heinrich Butschal (2005-06-11 07:18:36)

Florian Krause schrieb:
>
> Hallo!

....Werdegang...

> 1) Wird ein Schulabschluss oder eine Weiterbildung
> durch einen *Fernlehrgang* von Arbeitgebern als
> gleichwertig mit der sonst

Weiterbildung / =?ISO-8859-15?Fernlehrgänge, Betriebswir =?ISO-8859-15?t

"Will Berghoff" (2005-06-11 08:59:03)

Im News-Beitrag: 42aa5c6d$0$1136$9b4e6d93@newsread4.arcor-online.net
tippte Florian Krause:
> ich bin 25 Jahre jung und habe leider aus Langeweile vor
> einigen Jahren das Gymnasium abgebrochen und meine
> mittlere Reife abgelegt, damit ich raus in die große
> weite Welt konnte ;-(
>
> Nach einer Ausbildung in einem größeren Unternehmen habe
> ich mich innerhalb von fünf Jahren vom kleinen einfachen
> Mitarbeiter zum Sachbearbeiter mit Führungsverantwortung/
> Stellv. Teamleitung hochgearbeitet. Das es noch
> nicht weiter nach oben ging, liegt an Absatz 1 oben.

Da ist was dran.

...
> Das Nachholen des Abi halte ich persönlich für weniger
> wichtig (strebe kein Studium an, würde weitere 2 Jahre
> dauern). Ich denke an eine konkrete Weiterbildung,
> sowas wie z.B. Dipl. Betriebswirt. Ein Abitur wäre
> hierfür keine Voraussetzung. Gleichzeitig hätte ich
> einen guten Background für eine spätere Selbstständigkeit.

Im Rahmen einer Weiterbildung zum "staatl. gepr. Betriebstwirt" Deiner
fachrichtung kann man die Hochschulreife miterwerben. Dies wird
entweder in 2 Jahren Vollzeit oder 4 Jahren Abendkursen angeboten.

...
> 1) Wird ein Schulabschluss oder eine Weiterbildung
> durch einen *Fernlehrgang* von Arbeitgebern als
> gleichwertig mit der sonst üblichen Laufbahn
> angesehen?

Ja, eher höher bewertet, weil diese Fortbildung ein deutlicher Nachweis
höheren Leistungswillens und höherer Einsatzbereitschaft ist.

> 2) Ich tendiere in die Richtung einer Weiterbildung
> zum Dipl. Betriebswirt.

an der FH, nehme ich an?

> Dabei gibt es eine klare
> Unterscheidung zwischen dem "normalen" Dipl. Betriebswirt
> und dem staatl. gepr. Betriebswirt.

An der Aufhebung dieses Unterschiedes arbeite ich gerade in einem
Ausschuss mit...

> Das ablegen der
> staatlichen Prüfung erfordert weitere Pflichtfächer wie
> Kommunikation und Politik, weshalb ein späterer
> Wechsel nicht möglich ist.

Verstehe ich nicht - hat mich noch nie behindert, i.G..

> - Sehen Arbeitgeber einen Fernlehrgang zum Betriebswirt
> als gleichwertig zu der sonst üblichen Laufbahn an?

Ja

> - Welchen zusätzlichen Stellenwert hat ein "staatl.
> gepr." (siehe oben genannte zusätzliche Fächer) für
> Arbeitgeber?

Die meisten kennen diesen Abschluss nicht. Gibt es in Deinem
Unternehmen bereits solche Abschlüsse?

Für Fernlehrgänge lohnt sich neben einem Blick auf die Fernuni Hagen
www.oncampus.de

Gruß
Will

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"Peter Voelpel" (2005-06-11 09:19:28)

Florian Krause wrote:

> 2) Ich tendiere in die Richtung einer Weiterbildung
> zum Dipl. Betriebswirt. Dabei gibt es eine klare
> Unterscheidung zwischen dem "normalen" Dipl. Betriebswirt
> und dem staatl. gepr. Betriebswirt. Das ablegen der
> staatlichen Prüfung erfordert weitere Pflichtfächer wie
> Kommunikation und Politik, weshalb ein späterer
> Wechsel nicht möglich ist.

ist es nicht eher so, dass der staatl. gepr. Betriebswirt, in etwa
dem staatl. gepr. Techniker gleichzusetzen ist?
Also keinen Diplomabschluss beinhaltet, sondern vom Niveau etwa
der Meisterebene entspricht?

Gruss
Peter

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B?SGFucy1Kw7xyZ2VuIE1leWVy (2005-06-11 10:11:02)

Heinrich Butschal schrieb:
> Florian Krause schrieb:
>
>>
>> Hallo!
>
>
> ....Werdegang...
>
>> 1) Wird ein Schulabschluss oder eine Weiterbildung
>> durch einen *Fernlehrgang* von Arbeitgebern als
>> gleichwertig mit der sonst üblichen Laufbahn
>> angesehen?
>
>
> Es wird als "fast" gleichwertig gesehen.

Es fehlt die Definition von "sonst üblicher Laufbahn". Es gibt in meinen
Augen nichts richtig übliches. Die Möglichkeiten sind heute sehr vielfältig.
>
> ....
>
>> - Sehen Arbeitgeber einen Fernlehrgang zum Betriebswirt
>> als gleichwertig zu der sonst üblichen Laufbahn an?
>
>
> Wie oben, wobei Du die Zeit nicht zurückdrehen kannst um das "fast"
> auszumerzen. Es ist aber das beste was Du tun kannst. Wenn Du danach
> noch eine Spezialausbildung drauf setzt, kann es in der Summe sogar von
> einigen Ag´s höher bewertet werden als die klassische Ausbildung,

Was ist eine klassische Ausbildung? Ich kenne etliche Wege die nach Rom
führen. Definiere klassische Ausbildung.

> insbesondere von denjenigen, die Personalentwicklung ernst nehmen.
> Nach meiner Erfahrung eher Klein- und Mittelbetriebe deren Chef
> Eigentümer ist.
>
In vielen Klein- und Mittelbetrieben, die Inhabergeführt sind, zählt
Leistung, Flexibilität und die Person - und nicht ein hübsches buntes
Zeugnis.

Hans-Jürgen

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"Will Berghoff" (2005-06-11 11:11:33)

Im News-Beitrag: d8e6ue$lqn$03$2@news.t-online.com tippte Hans-Jürgen
Meyer:
> Meines Wissens ist für einen Dipl. Betriebswirt der Besuch einer
> Fachhochschule notwendig. Und da benötigt man mindestens Fachabitur
> oder eine besondere Aufnahmeprüfung.

In S-H ist es möglich, mit einer definierten berufserfahrung auch ohne
FH-Reife an der FH zu studieren. Dies wird (noch? - wir hatten einen
Regierungswechsel nach Schwarz/Rot) besonders gerne gesehen.

> Den staatl. geprüften Betriebswirt kann man ohne Abitur machen.
> Allerdings ist es kein Problem *mit* dem staatl. geprüften
> Betriebswirt auch das Abitur abzulegen. Meines Wissens erfolgen nur
> zusätzliche Prüfungen in Mathe, Englisch und Deutsch.

Ja - ist aber kein leichter Ritt.

> Industrie-Kfm oder ähnliche
> Fachwirt
> Betriebswirt IHK/HWK/VWA
> staatl. geprüfter Betriebswirt
> Dipl. Betriebswirt FH
> Dipl. Betriebswirt GH
> Dipl. Kaufmann

Irgendeine FH macht auch einen Dipl.-Kaufmann (FH)

> Der staatl. geprüfte. Betriebswirt ist in der Hierarchie niedriger
> als der Dipl. Betriebswirt. Dies liegt u.a. daran, dass er kein
> Abitur haben muss. Die Ausbildung ist mehr Praxis-Bezogen (für mich
> eher ein Vorteil) und weniger akademisch.
>
> Wo folgende Titel eingeordnet werden, kann ich Dir nicht sagen:
> Bachelor of Arts (B.A.)
> Master of Business Administration (MBA)
>
> Für den staatl. gepr. Betriebswirt gibt es im Regelfall Lehrgänge
> z.B. von der IHK. Das heisst das ist wie das besuchen einer
> Abendschule.

Ja. In meinem Fachgebiet und einigen anderen gibt es spezielle
Bildungseinrichtungen. Hier wird auch gerade sehr darüber diskutiert,
die derzeitige Situation in der Abgrenzung zum Bachelor zu definieren
oder aufzuheben. Der heutige staatl. gepr. BW hat eine recht
anspruchsvolle Ausbildung hinter sich, die mit meinem Spaziergang vor
20 Jahren nicht zu vergleichen ist. Damals schrieb man ein paar
Klausuren, machte eine Abschlussprüfung und das war es. Es aber in den
Bundesländern teilweise sehr unterschiedlich geregelt. Ich war in BaWü
:-)

Die IHK selbst bilden in aller Regel nicht aus, manche aber betreiben
Bildungseinrichtungen. Ich würde mich auf jeden Fall erkundigen, ob es
bei der Fachrichtung besonders bevorzugte Bildungseinrichtungen gibt -
nur die Beste hilft der Karriere wirklich weiter.

Gruß
Will

Weiterbildung / =?ISO-8859-15?Fernlehrgänge, Betriebswir =?ISO-8859-15?t

Heinrich Butschal (2005-06-11 13:28:55)

Hans-J

Weiterbildung / =?ISO-8859-15?Fernlehrgänge, Betriebswir =?ISO-8859-15?t

"Will Berghoff" (2005-06-11 13:36:17)

Im News-Beitrag: d8ehc2$btn$03$1@news.t-online.com tippte Hans-Jürgen
Meyer:
> > In S-H ist es möglich, mit einer definierten berufserfahrung auch
> > ohne FH-Reife an der FH zu studieren. Dies wird (noch? - wir
> > hatten einen Regierungswechsel nach Schwarz/Rot) besonders gerne
> > gesehen.
>
> Auch ohne die besondere Aufnahmeprüfung?

Ja

Rot-Grün brauchte Wähler...

> Es werden in dem Bereich *immer* nur Vorbereitungslehrgänge
> angeboten.

Nein.

http://www.hotelfachschule-heidelberg.de

> Denn die Prüfung erfolgt, wie der Name schon sagt,
> staatlich.

Eben - die Oberschulämter sind zuständig. Nur bei privaten
Einrichtungen ist Deine These korrekt.

> Bei diesen Vorbereitungslehrgängen unterscheidet man die
> 2jährige Vollzeitvorbereitung und die 4jährige Abendschule. Wobei
> Abend nicht ganz richtig ist - im Regelfall ist auch der Samstag im
> Eimer.

Ja - Vollzeit war lustiger.

> > Damals schrieb man ein paar Klausuren,
> > machte eine Abschlussprüfung und das war es. Es aber in den
> > Bundesländern teilweise sehr unterschiedlich geregelt. Ich war in
> > BaWü :-)
>
> In Niedersachsen ist das heute noch so. Abschlussklausuren +
> mündliche Prüfung.

Die haben ja auch einen Ministerpräsidenten aus der Windelgeneration...

In BaWü gibt es Projektwochen und Facharbeiten zusätzlich zu häufigen
Klausuren (2-3 pro Woche Vollzeit) und Prüfungen.

> > Die IHK selbst bilden in aller Regel nicht aus, manche aber
> > betreiben Bildungseinrichtungen. Ich würde mich auf jeden Fall
> > erkundigen, ob es bei der Fachrichtung besonders bevorzugte
> > Bildungseinrichtungen gibt - nur die Beste hilft der Karriere
> > wirklich weiter.
> Die besten sind im Regelfall von privaten Trägern. Und da kostet
> sowas mal eben rasch 10-15000 Euro.

Nö - siehe Link oben - weltweit als beste Einrichtung anerkannt.
Allerdings nur fachgebunden und Vollzeit.

Gruß
Will