800 Euro für alle:
Grundeinkommen
ist finanzierbar
Ein solidarisches Bürgergeld für
alle würde nicht teurer werden
als das bestehende Sozialsystem.
Das hat die CDU-nahe Konrad-
Adenauer-Stiftung berechnet.
Die CDU-Grundsatzkommission
zeigt Interesse. Und der Kulturphilosoph
Wolfgang Engler fordert
den Abschied von der Arbeitsgesellschaft
s. Taz von heute, 25.10.2006
MfG
Matthias
Matthias Frank wrote:
> 800 Euro für alle:
> Grundeinkommen
> ist finanzierbar
> Ein solidarisches Bürgergeld für
> alle würde nicht teurer werden
> als das bestehende Sozialsystem.
Klar, wenn man Rente, ALG1 und ALG2 gegenrechnet. Was natürlich nicht
geht,
denn Rente und ALG1 haben eine völlig andere Funktion.
> Das hat die CDU-nahe Konrad-
> Adenauer-Stiftung berechnet.
Das stimmt Dich nicht misstrauisch?
Ingo Heinscher wrote:
> Matthias Frank wrote:
>
>>Das hat die CDU-nahe Konrad-
>>Adenauer-Stiftung berechnet.
>
> Das stimmt Dich nicht misstrauisch?
>
Wieso? Wenn die Heinrich Böll Stiftung oder
der DGB das sagt fände ich es normal, so
doch durchaus bemerkenswert.
MfG
MAtthias
Matthias Frank wrote:
> Ingo Heinscher wrote:
>> Matthias Frank wrote:
>>>Das hat die CDU-nahe Konrad-
>>>Adenauer-Stiftung berechnet.
>>
>> Das stimmt Dich nicht misstrauisch?
>>
> Wieso? Wenn die Heinrich Böll Stiftung oder
> der DGB das sagt fände ich es normal,
Der DGB ist übrigens dagegen, und zwar mit gutem Grund.
> so
> doch durchaus bemerkenswert.
Bemerkenswert, dass es Leute gibt, die den Sozialstaat abschaffen wollen und
die auch für Bürgergeld sind.
Hast Du eine Hypothese, wie das zusammenhängen könnte?
Ingo Heinscher wrote:
>
>
> Der DGB ist übrigens dagegen, und zwar mit gutem Grund.
Möglicherweise weil sich die Gewerkschaften hauptsächlich
über die Arbeit definieren und sie ihre Felle davonschwimmen
sehen.
Interessieren würden mich auch die Gründe, vielleicht hilfst
du mir weiter.
MFG
Matthias
Matthias Frank wrote:
> Ingo Heinscher wrote:
>> Der DGB ist übrigens dagegen, und zwar mit gutem Grund.
>
> Möglicherweise weil sich die Gewerkschaften hauptsächlich
> über die Arbeit definieren und sie ihre Felle davonschwimmen
> sehen.
Nein, weil auf absehbare Zeit Arbeit notwendig bleiben wird. Es spräche
überhaupt nichts dagegen, die vorhandene Arbeit einfach breiter zu
verteilen (und es komme mir keiner mit dem "dann wird die Arbeit
weniger"-Unfug, der ist nichtmal innerhalb der Neoklassik schlüssig).
Vielleicht aber auch weil Arbeit nun mal das Machtinstrument der kleinen
Leute ist. Alle Räder stehen still usw.
Karsten Lüdersen wrote:
> Ingo Heinscher schrieb :
>> Was natürlich nicht geht,
>> denn Rente und ALG1 haben eine völlig andere Funktion.
>
> Wieso haben die eine andere Funktion? Sie haben die Aufgabe, den
> Lebensunterhalt zu sichern,
Nein. Dafür gibt es Sozialgeld/ALG2.
Die Funktion von Rente und ALG1 ist die Versicherung gegen sozialen Abstieg.
Ich weiss, Hartz IV führt das etwas ad absurdum, aber das ändert ja
nichts
an der Funktion von ALG1 und Rente.
[...]
> Ich würde jedenfalls mein Anrecht auf ein popeliges Jahr ALG I sofort
> gegen ein Bürgergeld eintauschen. Ebenso wie mein Anrecht auf eine
> unterfinanzierte Rente ab 67 Jahren.
Und wer schützt Dich dann davor, dass das Bürgergeld mal eben auf
Null
gekürzt wird, wenn es der herrschenden Koalition in den Kram passt? Auf
Versicherungsleistungen wie Rente und ALG1 gibt es einen einklagbaren
Rechtsanspruch, auf "Bürgergeld" (oder wie gerade das Buzzword
der Woche
dafür ist) nicht, das würde in kurzer Zeit zu einer Alibistütze
verkommen.
Da wird dann einfach die Inflation nicht ausgeglichen, und schon ist das
Zeug nichts mehr wert. Und genau so wünschen sich das auch die Leute, die
das bei der CDU und der INSM vorschlagen.
Ingo Heinscher wrote:
> Matthias Frank wrote:
>
>>Ingo Heinscher wrote:
>
>
>>>Der DGB ist übrigens dagegen, und zwar mit gutem Grund.
>>
>>Möglicherweise weil sich die Gewerkschaften hauptsächlich
>>über die Arbeit definieren und sie ihre Felle davonschwimmen
>>sehen.
>
>
> Nein, weil auf absehbare Zeit Arbeit notwendig bleiben wird.
Das ist für mich immer noch kein Argument gegen Bürgergeld.
Wobei man natürlich erstmal def. sollte über was man spricht,
den FDP Ansatz finde ich auch nicht in Ordnung.
Ich gehe vom bedingungslosen Bügergeld aus.
Dabei arbeiten die Leute ja ganz normal weiter, es ist ja auch
so, dass jemand der eigentlich nicht arbeiten müsste ganz anders
zur Arbeit geht, bzw. Arbeit macht die ihn zufrieden stellt und
nicht halt gerade eine die er findet und er kann auch mal auf den
letzten ¤ Stundenlohn verzichten, so dass auch mal günstiger
gearbeitet werden kann als Heute.
Mf
gMatthias