Hallo,
hier gehts zur Umfrage - welchen Vermögensteuersatz halten Sie für
richtig?
http://soc-net.united-systems.org/umfrage-vst
Hintergrundinformationen:
1997 wurde in Deutschland die Vermögenssteuer (1%; mit Freigrenze)
abgeschafft. Das Bundesverfassungsgericht stellte eine Ungleichbesteuerung (zu
geringe Besteuerung) von Immobilien im Vergleich zu anderen Vermögensarten
fest. Die damalige Bundesregierung nahm dies als Anlass, um die
Vermögensteuer komplett abzuschaffen (anders als z.B. in Ländern wie
USA oder Großbritannien, wo Immobilien zu taxierten Marktwerten in die
"Property Tax" eingehen)
Größenordnungen:
In Deutschland stehen je nach Wertungsverfahren und Aufdeckungsgrad 10 Billion
EUR (=10.000 Mrd. EUR) bis 20 Billionen EUR an Gesamtvermögen zur
Besteuerung zur Verfügung - wenn also keine Freigrenzen und Ausnahmen
zugestanden würden. Eine ausnahmslose Vermögensteuer von 1% Punkt
würde also Steuereinnahmen von etwa 100..200 Mrd. EUR bedeuten.
Zum Vergleich Deutschland 2005:
Gesamtsteueraufkommen : 450 Mrd. EUR
davon: MwSt.: 140 Mrd. EUR
Einkommensteuer: 170 Mrd. EUR
Bruttoinlandsprodukt: 2240 Mrd. EUR
Konsumausgaben: 1740 Mrd. EUR
Exportüberschuss: 116 Mrd. EUR
Substanz und Fluß:
Immobilienanlagevermögen (ggf. unterbewertet):
~7 Billionen EUR
Gesamtgeldmenge (Bilanzsumme Banken, Bausparkassen, Versicherungen - ohne
Interbankenkredite):
5,2 Billionen EUR
Weiteres:
http://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensteuer
Grüße
Robert
Robert schrieb:
> Hallo,
>
> hier gehts zur Umfrage - welchen Vermögensteuersatz halten Sie
für richtig?
>
> http://soc-net.united-systems.org/umfrage-vst
>
> Hintergrundinformationen:
>
> 1997 wurde in Deutschland die Vermögenssteuer (1%; mit Freigrenze)
abgeschafft. Das Bundesverfassungsgericht stellte eine Ungleichbesteuerung (zu
geringe Besteuerung) von Immobilien im Vergleich zu anderen Vermögensarten
fest. Die damalige Bundesregierung nahm dies als Anlass, um die
Vermögensteuer komplett abzuschaffen (anders als z.B. in Ländern wie
USA oder Großbritannien, wo Immobilien zu taxierten Marktwerten in die
"Property Tax" eingehen)
> Größenordnungen:
>
> In Deutschland stehen je nach Wertungsverfahren und Aufdeckungsgrad 10
Billion EUR (=10.000 Mrd. EUR) bis 20 Billionen EUR an Gesamtvermögen zur
Besteuerung zur Verfügung - wenn also keine Freigrenzen und Ausnahmen
zugestanden würden. Eine ausnahmslose Vermögensteuer von 1% Punkt
würde also Steuereinnahmen von etwa 100..200 Mrd. EUR bedeuten.
>
> Zum Vergleich Deutschland 2005:
>
> Gesamtsteueraufkommen : 450 Mrd. EUR
> davon: MwSt.: 140 Mrd. EUR
> Einkommensteuer: 170 Mrd. EUR
>
> Bruttoinlandsprodukt: 2240 Mrd. EUR
> Konsumausgaben: 1740 Mrd. EUR
> Exportüberschuss: 116 Mrd. EUR
>
> Substanz und Fluß:
>
> Immobilienanlagevermögen (ggf. unterbewertet):
> ~7 Billionen EUR
> Gesamtgeldmenge (Bilanzsumme Banken, Bausparkassen, Versicherungen - ohne
Interbankenkredite):
> 5,2 Billionen EUR
>
> Weiteres:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensteuer
>
> Grüße
> Robert
Hallo,
Bei der Vermögenssteuer sollten mehere Gesichtspunkte berücksichtigt
werden:
1. Grundgesetz: Eigentum verpflichtet
2. Ein Großteil des Vermögens ist durch staatliche Subvention
entstanden, z.B. aus GA-Mitteln, Auf diese Weise hätte der Staat die
Möglichkeit etwas von der von ihm finanzierten Substanz
zurückzubekommen.
3. Betriebswirtschatlich könnte das Investitionsentscheidungen
beeinflussen, also Verlagerung vom Faktor Kapital zum Faktor Arbeit, wenn dieses
durch geeignete Finanzierungen der SV-Systeme begleitet wird.
4. Kleine Vermögen sollten durch entsprechende Freibeträge geschont
werden, z.B. das ein eigenes Haus und entsprechende Rücklagen zur
Altersversorgung nicht engegriffen werden. Vorschlag. Freibeträge zwischen
500.000 EUR bis 1.000.000 EUR, sonst wird der "Mittelstand" langsam
enteignet.
5. Verhinderung von Doppelbesteuerung bei juristischen Personen. Hier sollte
eine Entscheidung getroffen werden, welches Steuersubjekt der Besteuerung
unterliegt, entweder ist es die juristische Person oder der Anteilseigner oder
eine ausgewogene Mischung, wie zur Zeit bei der Körperschaftssteuer und
Kapitalertragssteuer mit dem Halbeinkünfteverfahren.
Das wären meine Kommentare und jetzt geht es ab zur Umfrage
Karsten