Wie bewerbe ich mich richtig?

Wie bewerbe ich mich richtig?

"Mark Riemann (castle)" (2007-02-02 15:30:42)

Hallo,

*Martina Diel* schrieb am 02.02.2007 14:10:
> Ich plädiere für keine dieser Lösungen, sondern für eine dritte:
>
> In den Mailbody nur folgendes
>
> "Sehr geehrter Herr Müller,
>
> anbei meine Bewerbung für die Stelle eines Systemadministrators AIX,
> Kennziffer 17/04.
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Mark Riemann
> Telefon: 0123/4 56 78"

Gut, so mache ich es. Das erscheint mir am einfachsten. Denn wer hat
schon Lust lange E-Mails durchzulesen.


> Grund: eine Bewerbung wird spätestens zum Vorstellungsgespräch auch
> ausgedruckt, häufig sogar eher. Und eine ausgedruckte Plaintext-Mail
> wirkt nun mal weniger ansprechend als ein ausgedrucktes PDF. (Du denkst
> ja hoffentlich nicht mal daran, HTML-Mails zu schicken, hoffe ich?)

Nun, die Beschreibungssprache HTML ist niemals dazu dagewesen und auch
nie vorgesehen gewesen um Elemente zur Strukturierung von Text innerhalb
von E-Mails zur Verfügung zu stellen. Insofern mag ich HTML-Mails von
Hause aus nicht. Auch weil man nie die Vorlieben des Empfängers kennt.
Wenn er bspw. HTML-Mails auch nicht mag, sieht meine Bewerbung evtl.
schon beim Eingang schlecht aus, und ich falle negativ auf.


> Das Anschreiben, der Lebenslauf plus sonstige Unterlagen kommen dann in
> ein PDF mit einem sprechenden Namen, z.b.
> "Bewerbung RiemannMark Systemadministrator1704.pdf"

sowieso ;-)


> Ein Klick zum Öffnen, einer zum Drucken, einer zum Speichern.
>
> Damit fällst du auf. Aber positiv!

Das denke ich auch.


Danke
Mark

--
O.g. Mailadresse existiert zwar, wird aber nicht gelesen. Um mir eine
Mail zu schreiben, ersetze bitte das "news" durch "Mark". Vielen Dank.

Wie bewerbe ich mich richtig?

Arbaitslos (2007-02-02 11:58:17)


Wie bewerbe ich mich richtig?

Uwe Borchert (2007-02-02 11:58:17)

Hallo,

Martina Diel wrote:
> * Uwe Borchert :
>
...[...]...
>
>>>Klemmhefter für Lebenslauf und Zeugnisse tut es.
>>>Anschreiben lose oben drauf.
>>>Bitte keine dreiteiligen Papp-Bewerbungsmappen, die sind nur sperrig und
>>>nervig.
>
>
>>Das ist Geschmackssache. Ich habe auch schon gegenteiliges gehoert.
>
>
> Sicher nicht von Personalern.
>
Doch, auch von Personalern. Auch gelesen und schriftlich in
irgendwelchen Ratgebern zur Bewerbung. Die Quote lag bei 1/3
rum. Ich finde den Verweis auf die Mappen auch immer wieder
mal in aktuellen Ratgebern. Den expliziete Verweis auf
Klemmhefter und gegen Pappmappen habe ich IIRC nicht
gelesen.
>
>>>>- gute Vorlagen für Anschreiben, Lebenslauf, etc.
>
>
>>>Sollte es bei den og. Links geben. Aber: das aller-, allerwichtigste bei
>>>einer Bewerbung ist, dass sie auf die genannte Stelle eingeht. Also sag,
>>>warum *du* auf *diese* Stelle passt.
>
>
>>Der Lebenslauf hat damit nicht mehr viel zu tun.
>
>
> Womit hat er nicht mehr viel zu tun? Natürlich ist die meiste
> ANpassungsarbeit beim Anschreiben nötig, aber auch beim Lebenslauf kann
> man unterschiedliche GEwichtungen setzen und sollte es auch.
>
Diese Anpassungen werden einmal durchgezogen und dann hat man
seine Ruhe. Mehr als 3 Versionen des Lebenslauf sind eher selten.
>
>>Fuer den braucht man trotzdem gute und sinnvolle Vorlagen. Auch wenn
>>man da ein paar Anpassungen fuer die jeweilige Stellenausschreibung
>>vornimmt. Ein Standard ist in der Zwischenzeit der EU-Lebenslauf
>>geworden. Tabellarisch, umgekehrt chronologisch.
>
>
> Tabellarisch ist eh klar. Ob chronologisch oder umgekehrt chronologisch,
> ist noch immer Geschmackssache.
>
Mit Geschmack hat das nicht unbedingt was zu tun. Wir lesen von
Links nach Rechts und Oben nach Unten. Daher kommen in der umge-
kehrt chronologischen Auflistung die relevanten Daten zuerst. In
der normal chronologischen Auflistung haette der Lebenslauf eines
berufserfahrenen Bewerbers eine Seite Text und ein Umblaettern
bis es interessant wird. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit des
Aussteigens/Nichteinsteigens vom Leser.

Umgekehrt sortiert kommt das interessante zuerst, wenn das dann
passt wird weitergelesen. Wenn es nicht passt wird ,,ausgestiegen.
Das ist schone zeitsparend und bequem. Normal sortiert musst Du in
den relevanten Teil des Lebenslaufs ,,einsteigen. Daher tendieren
einige Personaler zur umgekehrten Reihenfolge. Vmtl sind das die,
die nur minimale Zeit fuer die einzelne Mappe haben. Und noch was:
Diese Bevorzugung der umgekehrten Chronologie wird in vielen
Lesern nicht bewusst ablaufen. Widerspricht so doch den ueblichen
Gewohnheiten.


MfG


Uwe Borchert

Wie bewerbe ich mich richtig?

Uwe Borchert (2007-02-02 12:14:39)

Hallo,

Mark Riemann (castle) wrote:
>
> *Uwe Borchert* schrieb am 01.02.2007 12:53:
>
>> Der Ausdruck eines Graustufenfotos mit einem mittelwertigen Laserdrucker
>> (HP 1200 LJ) hat keine ausreichende Qualitaet.
>
> Nun, davon bin ich einfach einmal ausgegangen ;-)
>
Ja, leider ist es so. Selbst auf 1200 dpi geht da nix.
>
>> Man kann sich die Fotos jedoch in elektronischer Form auf einen
>> A4-Bogen montieren und in einem Reproladen ausdrucken lassen, mit
>> Bucheinbindefolie laminieren und dann zuschneiden.
>
>
> Du meinst mit Reproladen einen Kopiershop? Oder doch schon eine richtige
> Druckerei (mit anderen Worten: eine Werkstatt, die Siebdruck kann).
>
Einen Reproladen mit einem etwas besseren Drucker. Hier um die
Ecke ist ein Reproladen mit einigen Xerox-Geraeten. Die koennen
diese Rasterbilder hervorragend ausdrucken. Btw: Einige Vektor-
grafiken (mit PMDraw erzeigt und als EPS in PDFs gebettet) werden
da falsch gefuellt.
>
>> Der Unterschied zu einem echten Foto ist gering, fuer ungeuebte Augen
>> kaum zu sehen. Der Material-Preis pro reproduzierten Foto liegt dann
>> bei rund 1 bis 3 Cent. Die dafuer notwendigen Drucker sind jedoch
>> nicht unbedingt die Preisklasse, die der normale User so zu Hause
>> stehen hat. Diese Drucker haben teilweise 5-stellige Preise. In
>> Euro!
>
>
> Na dann hoffe ich mal, dass mein Kopiershop um die Ecke solche
> hochwertigen Drucker rumzustehen hat. Wonach sollte man denn fragen
> bzgl. dieser Drucker?
>
Ich habe ein Testblatt (PDF) erzeugt und dieses ausdrucken lassen.
Dann habe ich es mit einem Testausdruck HP 1200 LJ mit 1200 dpi
und einem Original verglichen. Es ist ganz normaler Digitaldruck.
Ich kann aber nicht genau sagen nach welchen technsichen Werten
es funktioniert oder nicht funktioniert. Die Aufloesung muss
vmtl. ueber 1200 dpi liegen.
>
>> Btw: Bei Onlineebewerbungen als PDF ist die Helvetica zu empfehlen.
>
>
> Ja, das ist schon seit jeher meine bevorzugte Schriftart gewesen. Das
> Problem ist nur, wo bekommt man sie heutzutage her? Kennst Du einen
> Link, wo man sie sich evtl. kostenlos herunterladen kann?
>
URWPP Nimbus SansL ist ein freier Klon der Helvetica. Den gibt es
in jedem Ghostscript (gsfonts) oder als Base35 Paket. Die Schriften
werden als PSType1 (afm und pfb) geliefert. Ich glaube es gibt auch
eine TrueType Version zum runterladen. Ansonsten findet man die
Adobe Helvetica im OS/2 oder im vtex (Latex). Dort befinden sich
nur die pfb-Files und die afm-Dateien muss man extra besorgen. Man
findet diese u.U. im SO/OO oder als komplettes Paket im WWW. Das
muesstest Du aber selber suchen. Offizielle Links zu den gsfonts
habe ich auf http://www.uwe-borchert.de/schriften.html
>
>> Der Lebenslauf hat damit nicht mehr viel zu tun. Fuer den braucht
>> man trotzdem gute und sinnvolle Vorlagen. Auch wenn man da ein paar
>> Anpassungen fuer die jeweilige Stellenausschreibung vornimmt. Ein
>> Standard ist in der Zwischenzeit der EU-Lebenslauf geworden.
>> Tabellarisch, umgekehrt chronologisch.
>
> Dann muss ich danach wohl mal googeln ;-)
>
Es gibt auch LaTeX-Pakete dafuer und viele PDFs mit Beispielen.

MfG

Uwe Borchert

Wie bewerbe ich mich richtig?

Uwe Borchert (2007-02-02 12:20:29)

Hallo,

Mark Riemann (castle) wrote:

>
> Das Problem ist - jetzt weiß ich immer noch nicht, welche Mappe ich
> nehmen sollte ;-) Andererseits haben alle drei Kopiershops in meiner
> Nähe sowieso nicht diese Art der Mappen. Ich habe schon einmal nachgefragt.
>
Feinkost Aldi verkauft die Mappen als Schnelldreher.

MfG

Uwe Borchert

Wie bewerbe ich mich richtig?

Martina Diel (2007-02-02 19:41:51)

* Uwe Borchert :

> Martina Diel wrote:
>> * Uwe Borchert :

>> Sicher nicht von Personalern.

> Doch, auch von Personalern.

Wo hast du die Meinungen von einer repräsentativen ANzahl Personaler
gehört?

> Auch gelesen und schriftlich in irgendwelchen Ratgebern zur Bewerbung.

Die Schreiber von Ratgebern sind nicht unbedingt Personaler.

> Die Quote lag bei 1/3 rum. Ich finde den Verweis auf die Mappen auch
> immer wieder mal in aktuellen Ratgebern. Den expliziete Verweis auf
> Klemmhefter und gegen Pappmappen habe ich IIRC nicht gelesen.

Nun, da wo Personaler zu Wort kommen, kannst du es jedenfalls lesen.

>>>Fuer den braucht man trotzdem gute und sinnvolle Vorlagen. Auch wenn
>>>man da ein paar Anpassungen fuer die jeweilige Stellenausschreibung
>>>vornimmt. Ein Standard ist in der Zwischenzeit der EU-Lebenslauf
>>>geworden. Tabellarisch, umgekehrt chronologisch.


>> Tabellarisch ist eh klar. Ob chronologisch oder umgekehrt chronologisch,
>> ist noch immer Geschmackssache.

> Mit Geschmack hat das nicht unbedingt was zu tun. Wir lesen von
> Links nach Rechts und Oben nach Unten.

Und von Anfang nach Ende. Was der umgekehrt chronologischen Reihenfolge
widersprechen würde, denn da kommt ja das (bisherige) Ende zuerst.

> Daher kommen in der umge- kehrt chronologischen Auflistung die
> relevanten Daten zuerst. In der normal chronologischen Auflistung
> haette der Lebenslauf eines berufserfahrenen Bewerbers eine Seite Text
> und ein Umblaettern bis es interessant wird.

Nicht unbedingt.

> Umgekehrt sortiert kommt das interessante zuerst, wenn das dann
> passt wird weitergelesen. Wenn es nicht passt wird ,,ausgestiegen.
> Das ist schone zeitsparend und bequem.

Es widerspricht aber den üblichen Lesegewohnheiten.

> Normal sortiert musst Du in den relevanten Teil des Lebenslaufs
> ,,einsteigen. Daher tendieren einige Personaler zur umgekehrten
> Reihenfolge. Vmtl sind das die, die nur minimale Zeit fuer die
> einzelne Mappe haben. Und noch was: Diese Bevorzugung der umgekehrten
> Chronologie wird in vielen Lesern nicht bewusst ablaufen.

Mich irritiert es eher, weil ich gewohnt bin, die Abfolge zu prüfen,
u.a. auf Lücken auf die Dauer der jeweiligen Beschäftigung. Und da ist
"unten anfangen" irritierend.

> Widerspricht so doch den ueblichen Gewohnheiten.

Sag ich doch.

--
Auch für panzerlose Tiere - http://blog.thildkroete.de/

OpenBusinessClub wird Xing - der Ort, wo man sich über den Weg läuft
http://www.xing.com/go/invita/60473

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Uwe Borchert (2007-02-02 18:10:18)

Hallo,

Martina Diel wrote:
> * Uwe Borchert :
>
...[...]...
>
>>Einige der Bewerbungsmappen wirken auf mich grosskotzig und dazu
>>noch stillos. Sie wirken dann u.U.: ,,Keinen Geschmack, aber das
>>ist dem Dilletanten schon Geld wert. Wobei ich aber keine
>>Aussage treffen kann wie das die andere Seite von Schreibtisch
>>sieht. Martinas Aussage ist nicht representativ.
>
>
> Nun, sie ist repräsentativer als alles, was du oder Volker hier geäußert
> haben. Ich habe auch angegeben, wo du nachlesen kannst, von Personalern
> und Personalberatern selber, wie sie zu dreiteiligen Mappen stehen.
> Natürlcih kannst du das nach Belieben ignorieren, an der Faktenlage
> ändert das nichts.
>
Die Faktenlage gibt aber folgendes her: Einige der Bewerbungsratgeber
und Tipps aus Ecke der Personaler geben den Pappmappen den Vorzug. Es
ist auch nicht sinnvoll alle diese Links zu posten und eine Hitliste
der Befuerworter und Gegner zu erstellen. Damit ist dieser Punkt
geschlossen.

> [Xing]
>
>
>>>Gerade dort gewesen - ohne Registrierung geht da ja *gar nichts*.
>>>Was soll das?
>
>
>>Keine Ahnung. Hab xing wieder von der Liste der besuchenwerten Job-
>>boersen genommen.
>
> Xing ist keine Jobbörse, Xing ist eine Social Software, ein Netzwerk, in
> dem es unter anderem Foren mit Stellenangeboten gibt. ABer das ist
> wieder mal typisch: du kennst es nicht, bist aber mit dem Abwerten
> schnell bei der Hand.
>
Das ist Unsinn. An dieser Art von Netzwerk habe ich kein Interesse.
Ich kenne diese Netzwerke und stehe ihnen extrem kritisch gegenueber.
>
>>Btw: fast alle Bewerbungsratgeber sind in einigen Details bzgl Technik
>>& Typografie nicht korrekt bis falsch. Sogar bei den Werbe- und
>>Grafikagenturen sind da sehr ueble Fallen drin. Zumindestens aus der
>>Sicht eines Fanatikers und Perfektionisten.
>
> Fanatismus und Perfektionismus bringen aber keinen Job.
>
Und? Mit dem Rueckrad eines feuchten Waschlappens und tollen Job
durchs Leben gehen ist nicht meine Sache. Ich bin Fanatiker und
stehe dazu.

MfG

Uwe Borchert

Wie bewerbe ich mich richtig?

Uwe Borchert (2007-02-03 03:08:30)

Hallo,

Martina Diel wrote:
> * Uwe Borchert :
>
>>Martina Diel wrote:
>>
>>>* Uwe Borchert :
>
>>>Sicher nicht von Personalern.
>
>>Doch, auch von Personalern.
>
> Wo hast du die Meinungen von einer repräsentativen ANzahl Personaler
> gehört?
>
Gelesen in erster Linie. Einige der Schreiber waren nach Angaben
in den Berichten Personaler. Es war aber auch eine Menge Datenmuell
von Bewerbertrainern dabei. Die haben sich komplett fuer Pappe und
gegen Klip ausgesprochen. Was aber wiederum schon fuer Deine These
spricht ... da diese Berater nicht so helle sind. Die muendlichen
Aussagen sind etwas aelter, es waren auch nicht sehr viele. Aeh,
es waren nur zwei. :-(

>
>>Auch gelesen und schriftlich in irgendwelchen Ratgebern zur Bewerbung.
>
>
> Die Schreiber von Ratgebern sind nicht unbedingt Personaler.
>
Ich habe nur die Artikel der MA aus Personalabteilungen und
-vermittlungen bei sowas genauer betrachtet. Wichtiger waeren
aber die Aussagen von Sekritoesen gewesen. Die machen haeufig
das Vorsortieren. Und da habe ich nix im WWW gefunden. Nur
ein paar muendliche Aussagen im Bekanntenkreis. Tendenz:
voellig unbestimmt.
>
>>Die Quote lag bei 1/3 rum. Ich finde den Verweis auf die Mappen auch
>>immer wieder mal in aktuellen Ratgebern. Den expliziete Verweis auf
>>Klemmhefter und gegen Pappmappen habe ich IIRC nicht gelesen.
>
>
> Nun, da wo Personaler zu Wort kommen, kannst du es jedenfalls lesen.
>
Ja, aber gelegentlich auch andere Aussagen, auch von Personalern.
Ich habe diese Angaben definitiv gelesen, auch auf den Hinter-
grund der Schreiber getestet und es blieben Personaleraussagen
fuer die Mappen uebrig. Die Tendenz scheint aber schwer rueck-
laeufig zu sein. Es ist definitiv auch eine Modeerscheinung.
>
>>>>Fuer den braucht man trotzdem gute und sinnvolle Vorlagen. Auch wenn
>>>>man da ein paar Anpassungen fuer die jeweilige Stellenausschreibung
>>>>vornimmt. Ein Standard ist in der Zwischenzeit der EU-Lebenslauf
>>>>geworden. Tabellarisch, umgekehrt chronologisch.
>
>
>
>>>Tabellarisch ist eh klar. Ob chronologisch oder umgekehrt chronologisch,
>>>ist noch immer Geschmackssache.
>
>
>>Mit Geschmack hat das nicht unbedingt was zu tun. Wir lesen von
>>Links nach Rechts und Oben nach Unten.
>
>
> Und von Anfang nach Ende. Was der umgekehrt chronologischen Reihenfolge
> widersprechen würde, denn da kommt ja das (bisherige) Ende zuerst.
>
Das bisherige Ende ist das wichtigste fuer den Leser! Du solltest
mit dem wichtigsten anfangen. Spaetestens wenn der Leser umblaettern
muss um auf den fuer ihn relevanten Teil zu kommen ist es aus.
>
>>Daher kommen in der umge- kehrt chronologischen Auflistung die
>>relevanten Daten zuerst. In der normal chronologischen Auflistung
>>haette der Lebenslauf eines berufserfahrenen Bewerbers eine Seite Text
>>und ein Umblaettern bis es interessant wird.
>
>
> Nicht unbedingt.
>
Das ist bei einem normalen Lebenslauf fast zwangslaeufig so.
Ausnahmen erwarte ich nur bei sehr kurzen und unvorbelasteten
Lebenslaeufen.

>
>>Umgekehrt sortiert kommt das interessante zuerst, wenn das dann
>>passt wird weitergelesen. Wenn es nicht passt wird ,,ausgestiegen.
>>Das ist schone zeitsparend und bequem.
>
>
> Es widerspricht aber den üblichen Lesegewohnheiten.
>
Ja. Nein. Aeh ... Es wiederspricht den ueblichen Lesegewohnheiten
einer Chronik oder eines Romans. Es entspricht aber der ueblichen
Vorgehensweisen bei Aufzaehlungen und Listen die nach Wichtigkeit
sortiert sind.

>
>>Normal sortiert musst Du in den relevanten Teil des Lebenslaufs
>>,,einsteigen. Daher tendieren einige Personaler zur umgekehrten
>>Reihenfolge. Vmtl sind das die, die nur minimale Zeit fuer die
>>einzelne Mappe haben. Und noch was: Diese Bevorzugung der umgekehrten
>>Chronologie wird in vielen Lesern nicht bewusst ablaufen.
>
>
> Mich irritiert es eher, weil ich gewohnt bin, die Abfolge zu prüfen,
> u.a. auf Lücken auf die Dauer der jeweiligen Beschäftigung. Und da ist
> "unten anfangen" irritierend.
>
Macht keinen Unterschied. Du musst nur rueckwaerts rechnen. Die
Luecken sind genauso zu sehen wie in der anderen Reihenfolge.
>
>>Widerspricht so doch den ueblichen Gewohnheiten.
>
> Sag ich doch.
>
Naturwissenschaftler haben da haeufig unuebliche Lesegewohnheiten.
In der Meteorologie gibt es noch eine alte Schule, die davon ausgeht,
dass das Lesen von Tabellen eine wichtige Basis fuer das bessere
Verstehen von Messwerten ist, und das Diagramme das Bild verzerren
koennen. Recht haben sie. Stichwort: Lie-Factor von Eduard Tufte.
Das ist die Theorie dahinter. Diese Theorie ist aber recht neu,
sie faellt in den Bereich Infografik. In den Geowissenschaften
bedient man sich aber seit Jahrhunderten Infografiken, daher haben
Geowissenschaftler diese als Handwerkszeug. Und sie kennen auch die
Probleme dahinter. Gearbeitet wird nur auf den Zahlen. Aus diesen
Gruenden bin ich im Lesen solcher Tabellen und Aufzaehlungen gut
geschult. Das ist aber angelernt und untypisch fuer die Mehrheit
der Menschen.

Damit ist der umgekehrt chronologische Lebenslauf fuer eine
kleine Zielgruppe durchaus im Rahmen des ueblichen Leseverhaltens
Und das ist genau meine Zielgruppe. Und wenn Du so sehr an
Luecken interessiert bist: Es gibt eine Version des Lebenslaufes
aus GB oder USA. Da sind die Daten rechts angeordnet. Das ist
fies. Und fuer mich mit meinen grossen Zeiten der Erwerbslosigkeit
fast ideal. ;-)=) Ausser beim Bewerben unter Wissenschaftler.
Die kennen das Problem der Arbeitslosigkeit schon gut genug um
es nicht ueberzubewerten. Aber sie fuehlen sich u.U. getaeuscht
weil die wichtigen Daten ,,versteckt werden. Sie moegen es auch
nicht wenn von ueblichen Darstellungsnormen in Tabellen abgeweichen
wird. Und dann ist das gleiche Design ploetzliche negativ.


MfG


Uwe Borchert

Wie bewerbe ich mich richtig?

Martina Diel (2007-02-03 13:20:23)

* Uwe Borchert :

> Hallo,

> Martina Diel wrote:
>> * Uwe Borchert :

> ...[...]...

>>>Einige der Bewerbungsmappen wirken auf mich grosskotzig und dazu
>>>noch stillos. Sie wirken dann u.U.: ,,Keinen Geschmack, aber das
>>>ist dem Dilletanten schon Geld wert. Wobei ich aber keine
>>>Aussage treffen kann wie das die andere Seite von Schreibtisch
>>>sieht. Martinas Aussage ist nicht representativ.


>> Nun, sie ist repräsentativer als alles, was du oder Volker hier geäußert
>> haben. Ich habe auch angegeben, wo du nachlesen kannst, von Personalern
>> und Personalberatern selber, wie sie zu dreiteiligen Mappen stehen.
>> Natürlcih kannst du das nach Belieben ignorieren, an der Faktenlage
>> ändert das nichts.

> Die Faktenlage gibt aber folgendes her: Einige der Bewerbungsratgeber

Ich sagte schon: Autor eines Bewerbungsratgebers != Personaler.
Insofern: zeig mir bitte einen einzigen Bewerbungsratgeber aus der Feder
eines Personalers, wo dreiteilige Pappmappen favorisiert werden.

> und Tipps aus Ecke der Personaler geben den Pappmappen den Vorzug.

Zeig mir auch nur *einen* solchen Personaler.

> Es ist auch nicht sinnvoll alle diese Links zu posten

Ein einziger würde mir schon reichen.

>> [Xing]

>>>Keine Ahnung. Hab xing wieder von der Liste der besuchenwerten Job-
>>>boersen genommen.

>> Xing ist keine Jobbörse, Xing ist eine Social Software, ein Netzwerk, in
>> dem es unter anderem Foren mit Stellenangeboten gibt. ABer das ist
>> wieder mal typisch: du kennst es nicht, bist aber mit dem Abwerten
>> schnell bei der Hand.

> Das ist Unsinn. An dieser Art von Netzwerk habe ich kein Interesse.
> Ich kenne diese Netzwerke und stehe ihnen extrem kritisch gegenueber.

Klar, könnte ja ein Job bei rumkommen.

>>>Btw: fast alle Bewerbungsratgeber sind in einigen Details bzgl Technik
>>>& Typografie nicht korrekt bis falsch. Sogar bei den Werbe- und
>>>Grafikagenturen sind da sehr ueble Fallen drin. Zumindestens aus der
>>>Sicht eines Fanatikers und Perfektionisten.

>> Fanatismus und Perfektionismus bringen aber keinen Job.

> Und? Mit dem Rueckrad eines feuchten Waschlappens und tollen Job
> durchs Leben gehen ist nicht meine Sache. Ich bin Fanatiker und
> stehe dazu.

Stimmt, und pro Gewalt bist du ja auch. Der AG, der dich anstellt,
müsste mit dem Klammerbeutel gepudert sein.

--
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