Wie bewerbe ich mich richtig?

Wie bewerbe ich mich richtig?

"Mark Riemann (castle)" (2007-03-23 21:33:37)

Hallo,

*Dirk Weber* schrieb am 23.03.2007 11:15:
> Ich habe dass allerdings so gemacht, dass ich fast ausschließlich
> Mail-Bewerbungen geschrieben habe, manche Bewerbungen auch online auf
> der Site des Arbeitgebers.

Nun das ist aber am Ziel vorbei. Ich verschicke die Bewerbungen in der
Form, wie es der Inserierende wünscht. Hierüber herscht spätestens nach
dem einführenden Telefonat Klarheit, ohne das ich mich sowieso nirgends
bewerbe, da die Stellenausschreibungen meistens viel zu wenig Infos
preisgeben.


> Dieses ist nun eine nicht gerade triviale Frage. Kommt drauf an, wie
> groß der Leidensdruck ist. Wenn Du keine Kohle und kein Einkommen mehr
> hast, wirst Du das anders entscheiden, als wenn Du in (noch)
> einigermassen erträglichen Verhältnissen lebst.

Nun mein AV endet, durch das Projekt bedingt, in einem Monat. Und da ich
keinen Bock mehr auf befristete AVs habe, meine Stellensuche.


> Vor allem aber solltest Du die Frage vorm Schreiben der Bewerbung für
> Dich klären. Also nur dort bewerben, wo Du ggfls. auch den Job
> annehmen würdest. Wobei natürlich die Beschreibungen in den
> Stellenanzeigen manchmal völlig an der Realität vorbei gehen. Da
> werden Spezialisten in MS Office gesucht, während es eigentlich
> lediglich um einen minderqualifizierten Job geht.

Genau deswegen ruft man an. Da kann man schon einmal einen Eindruck
gewinnen, um was für eine Arbeit es sich wirklich handelt. Bestes Bsp.
hierfür hatte ich gestern. Da wurde ein Hard- und Software- Entwickler
gesucht mit den Fähigkeiten Entwicklung analoger- und digitaler
Schaltungen, Programmierung von Microcontrollern und logischer Bausteine
der Fma. Altera, etc. Und was nach dem Telefonat übrig war, war ein
Softwareentwickler, der in der Lage sein soll, 50 Seiten
undokumentierten Assembler-Code für einen DSP zu pflegen und zu
optimieren. Und wenn jemand ein wenig Ahnung von der Materie hat, der
weiß, dass das fast ein Ding der Unmöglichkeit ist, oder eine Lebensaufgabe.
Und dass sie es mit der Beschreibung der Tätigkeit ernst meinen zeigt
die Tatsache, dass sie schon zwei Entwickler dafür eingestellt hatten.
Sie aber in der Probezeit kündigen mussten, da sie einfach nicht in der
Lage waren, den Anforderungen gerecht zu werden. Das wurde mir auch
innerhalb des Telefonats mitgeteilt. Und da ich ihm dann auch gleich die
Aussichtslosigkeit gestanden habe, hat er mir angeboten, dass ich mich
bevor ich mich gar nicht erst bewerbe wenigstens zur Probe einen
Eindruck machen sollte und kann. Aber ich glaube, dass ich das Angebot
nicht annehmen werde, obwohl die Fma. sehr interessant ist. Aber mal
sehen ...


> Noch so ein guter Rat: Tausch Dich mit Mitbetroffenen aus. Das hilft,
> die diversen Tiefs zu überwinden. Sei es z. B. hiwer in dieser
> newsgroup, sei es in einer Erwerbsloseninitiative (kann man auch
> selber gründen), sei es ganz woanders. Sitz nicht alleine zu Hause
> rum, das macht Dich auf die Dauer kaputt.

Im Moment bin ich noch ganz guter Dinge. Auf meine 10 Bewerbungen habe
ich schon 2 Vorstellungsgespräche und von den anderen habe ich noch
nichts gehört. (drei mal auf Holz klopf)


> Form und Inhalt von Bewerbungen sind ein beliebtes Thema. Finde Deine
> eigene Form, schreib rein, was Du gut findest.

Ich finde nicht, dass man so verfahren sollte. Ich habe mir hier ein
schlaues Büchlein aus der Buchhandlung geholt. Hier sind so 20
Bewerbungen abgedruckt und kommentiert. Wo wurden Fehler gemacht, etc.
Da habe ich mir die meiner Meinung nach beste Bewerbung herausgesucht
und sie kopiert und angepasst.


> Gib dem ganzen einen
> vernünftigen äußeren Rahmen, aber übertreib es nicht. Also nicht bei
> Print-Bewerbungen alle Blätter in eine separate Kunststoff-Hülle, das
> scheint ziemlich out zu sein.

Das sowieso nicht. Darüber wurde hier ja schon ausführlichst diskutiert.


> Ich habe wie gesagt meine Bewerbungen per Mail (PDF-Format)
> verschickt. Zu Bewerbungsgesprächen bin ich grundsätzlich ordentlich
> angezogen, aber ohne Schlips gegangen. Ist Geschmackssache, am besten
> Du versuchst, auch in dieser Frage, Dich auszudrücken und nicht, den
> vermuteten Anforderungen gerecht zu werden, auch wenn Du z. B. (wie
> ich) Schlippse fürchterlich findest.

Nun in meiner Branche (Jungakademiker) ist der Schlips obligatorisch.


> Viel Erfolg, ...

Vielen Dank

--
O.g. Mailadresse existiert zwar, wird aber nicht gelesen. Um mir eine
Mail zu schreiben, ersetze bitte das "news" durch "Mark". Vielen Dank.

Wie bewerbe ich mich richtig?

Arbaitslos (2007-03-24 13:50:29)


Wie bewerbe ich mich richtig?

Andreas Arnold (2007-03-24 13:50:29)

Mark Riemann (castle) wrote:
> Hallo,
>
> ich habe da noch eine Frage in eine etwas andere Richtung.
>
> Ich habe nun mittlerweile schon so an die 10 Bewerbungen abgeschickt.
> Bei manchen wurde mir im Telefongespräch schon mitgeteilt, dass die
> Bearbeitungszeit 1-2 Wochen dauern würde. Bei anderen wiederum wurde mir
> gesagt, dass die Auswahl der Bewerber schon relativ kurzfristig
> geschehen würde. Bei Anderen wieder, dass es sogar noch 1-2 Monate in
> Anspruch nehmen kann.
D.h. du hast Chancen, dass du von den ersten schon den Vertrag zur
Unterschrift vorliegen hast, während du von anderen noch überhaupt
nichts gehört hast.

> Nun mal die doofe Frage:
> Nimmt man eigentlich den erst besten Job, frei nach dem Motto, lieber
> den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach?
Du hast leider nicht erwähnt, in welchem Bereich du einen Job suchst.
Wenn du weißt, dass deine Chancen ganz gut stehen und es genügend offene
Stellen gibt, kannst du auch wählerisch sein. Wenn du aber den Job
unbedingt so schnell wie möglich brauchst und die Aussichten in deinem
Bereich eher dünn sind, ist es wohl besser, den Job erstmal zu nehmen.

> Normalerweise würde ich ja nicht fragen, da man ja nur dann den Job
> annimmt, wenn alle eigenen Vorstellungen die man hat zutreffen (Gehalt,
> Umfeld, etc.).
> Andererseits habe ich auch einige Bewerbungen abgeschickt, die ich u.U.
> nur annehmen würde, wenn sich andere nicht melden oder negativ sind.
Als problematisch habe ich immer den Zeitrahmen empfunden. Manche Firmen
sind wirklich schnell, andere brauchen ewig (Monate). Ich habe in meinem
jetzigen Job schon ein halbes Jahr gearbeitet als ich die letzte
Reaktion auf Bewerbungen bekommen habe, die ich praktisch gleichzeitig
abgeschickt habe.

> Wenn man erstmal ein AV eingeht, hat man ja sowieso Probezeit. Wenn man
> dann also bspw. ein paar Wochen später ein Traumangebot bekommt
> (wesentlich bessere Konditionen), ist es dann Usus kurzfristig zu
> kündigen, um den anderen Job anzunehmen, oder ist das asozial?
Ich glaube, von dieser Sichtweise sollte man sich als Arbeitnehmer
verabschieden. Dem Arbeitgeber ist es auch egal, ob du ihn asozial
findest, wenn er dir nach/in der Probezeit kündigt.
Ob es Usus ist, weiß ich nicht. Allerdings ist das wohl für alle
Beteiligten die beste Lösung, besonders, wenn du in der Probezeit
feststellst, dass dein Job doch nicht optimal ist.

Wie bewerbe ich mich richtig?

Martina Diel (2007-03-30 13:59:07)

Dieser Thread ist schon etwas abgehangen, aber egal.

* Mark Riemann (castle) :

> Ich habe nun mittlerweile schon so an die 10 Bewerbungen abgeschickt.
> Bei manchen wurde mir im Telefongespräch schon mitgeteilt, dass die
> Bearbeitungszeit 1-2 Wochen dauern würde. Bei anderen wiederum wurde mir
> gesagt, dass die Auswahl der Bewerber schon relativ kurzfristig
> geschehen würde. Bei Anderen wieder, dass es sogar noch 1-2 Monate in
> Anspruch nehmen kann.

> Nun mal die doofe Frage:
> Nimmt man eigentlich den erst besten Job, frei nach dem Motto, lieber
> den Spatz in der Hand, als die Katze auf dem Dach?

das hängt immer davon ab, wie gut du deine Chancen einschätzt, wie gut
dein Nervenkostüm ist, ob du auf einen Job angewiesen bist, etc.

> Normalerweise würde ich ja nicht fragen, da man ja nur dann den Job
> annimmt, wenn alle eigenen Vorstellungen die man hat zutreffen (Gehalt,
> Umfeld, etc.).

Das würde ich so pauschal nicht sagen - nicht jeder kann es sich
leisten, auf den Traumjob zu warten, und mancher glaubt auch nur, es
nicht zu können.

> Wenn man erstmal ein AV eingeht, hat man ja sowieso Probezeit. Wenn man
> dann also bspw. ein paar Wochen später ein Traumangebot bekommt
> (wesentlich bessere Konditionen), ist es dann Usus kurzfristig zu
> kündigen, um den anderen Job anzunehmen, oder ist das asozial?

Weder noch. Man kann das machen, dafür ist die Probezeit u.a. da, und
ein AG, der merkt, dass du nicht der richtige bist für den Job, seiner
Meinung nach, wird auch von der Probezeit Gebrauch machen. Ich würde da
also wenig Skrupel haben, ggf. in der Probezeit zu wechseln, jedenfalls
solange man mit offenen Karten spielt und das als eine legitime
Notlösung ansieht.

Andererseits würde ich auch nicht leichtfertig, einfach mal so einen Job
annehmen, den man eigentlich gar nicht will, wo man die
WAhrscheinlichkeit für über 50% hält, dass man ihn entweder gar nicht
antritt oder kurzfristig wieder abspringt.

Bitte dran denken, bei allem was du tust: man trifft sich im Leben immer
zweimal, also bleibe fair und ehrlich.


--
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http://www.xing.com/go/invita/60473

Wie bewerbe ich mich richtig?

Martina Diel (2007-03-30 14:00:47)

* Heinz D. Trost :

> Nur: Heute haste kaum noch irgendeine Wahl,- auf jede Lehrstelle kommen
> 35-150 Bewerber, auf jede Arbeitsstelle bis zu 750.

Das ist so pauschal gesprochen Unfug. Es gibt genug Lehrstellen, auf die
sich überhaupt keine Bewerber melden. Frag mal Bäcker zum Beispiel.

Und allgemein tätest du gut daran, nicht von dir auf alle anderen zu
schliessen.


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Martina Diel (2007-03-30 14:04:05)

* Mark Riemann (castle) :

> *Dirk Weber* schrieb am 23.03.2007 11:15:

>> Form und Inhalt von Bewerbungen sind ein beliebtes Thema. Finde Deine
>> eigene Form, schreib rein, was Du gut findest.

> Ich finde nicht, dass man so verfahren sollte. Ich habe mir hier ein
> schlaues Büchlein aus der Buchhandlung geholt. Hier sind so 20
> Bewerbungen abgedruckt und kommentiert. Wo wurden Fehler gemacht, etc.
> Da habe ich mir die meiner Meinung nach beste Bewerbung herausgesucht
> und sie kopiert und angepasst.

Ich hoffe, das Anpassen bestand nicht nur darin, deinen Namen und deine
sonstigen Daten einzusetzen? ;-)

Bewerbungen sollten individuell auf die Stelle zugeschnitten sein -
bitte nach dem Prinzip "Scharfschütze" und nicht nach dem Konzept
"Schrotflinte" vorgehen!

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