Angabe von Studentenjobs / Referenzen

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"Patrick" (2007-03-28 12:45:49)

Hi!

Endlich ist mein Ingenieurstudium um und es ist an der Zeit, sich an
Jobsuche zu machen. Aber eine Sache muss ich noch kl

Angabe von Studentenjobs / Referenzen

Arbaitslos (2007-03-28 22:47:40)


Angabe von Studentenjobs / Referenzen

Martina Diel (2007-03-28 22:47:40)

* Patrick :

> Hi!

> Endlich ist mein Ingenieurstudium um und es ist an der Zeit, sich an
> Jobsuche zu machen. Aber eine Sache muss ich noch klären. Hat jemand
> passende Tips?

> Während der letzten beiden Jahre meines Studiums hatte ich, mit
> Praktika, nicht weniger als 6 verschiedene Jobs. Da die meisten davon
> typische Studentenjobs (Kellnern etc.) waren, möchte ich sie auf dem
> Lebenslauf nicht angeben. Sonst wäre das Ding ja viel zu lange, da ich
> vorhin auch schon ziemlich gejobbt hab, bei mehreren kleineren Firmen.
> Wie ist das eigentlich? Kann ich Jobs ggf. einfach weglassen (sofern
> keine Lücke entsteht), wenn ich sie für die aktuelle Bewerbung als
> unwichtig ansehe?

Ja, kannst du.

> Besonders zu Bedenken machen mir die Jobs, die
> sozialversicherungspflichtig waren. Die neuen Arbeitgeber melden mich
> doch immer bei der Sozialversicherungsstelle. Kann es sein, dass sie
> darüber dann etwas von dem Job erfahren und ich dann unseriös
> dastehe?

Warum sollte es unseriös sein, wenn jemand mitkriegen sollte, dass du
während eines Informatikstudiums auch noch als Bedienung gearbeitet
hast? Was für einen Einfluss sollte das auf deinen IT-Arbeitgeber haben?

> Klar könnte ich den auch direkt selbst angeben, aber dann wird mein CV
> doch zu lange...

Es ist ein gutes Prinzip, nur anzugeben, was für den Job, für den man
sich bewirbt, relevant ist - solange keine Lücken entstehen, natürlich.

> Bei Gelegenheit noch eine Frage bezüglich meiner Schwester. Sie
> arbeitet gerade als Assistentin in einem Unternehmen, ist aber nicht
> zufrieden und möchte wechseln. Aber logischerweise soll ihr aktueller
> Arbeitgeber nicht bekommen, wo sie sich beworben hat. Darf eigentlich
> ein Unternehmen, bei dem sie sich bewirbt, bei dem aktuellen
> Arbeitgeber anrufen und sich beispielsweise eine Meinung über sie
> holen?

Niemand darf es dem Unternehmen verbieten - aber warum sollte das jemand
tun? Wenn sich herumspricht, dass das Unternehmen Bewerbungen nicht
vertraulich behandelt, ist das ein GAU. Daher wird das kein Personaler,
der bei Sinnen ist, bei einer Bewerbung eines ungekündigten Kandidaten
tun.

> Sie gibt brav ihre früheren Referenzen aus der Zeit ihrer Ausbildung,
> diese wurden aber noch nie angerufen. Ihr jetziger Job ist aber ihr
> erster "richtiger" Job nach der Ausbildung. Reicht da im
> Bewerbungsschreiben der Vermerk "Bitte meine Bewerbung vertraulich
> behandeln"?

Was meinst du mit "reicht"? Sie soll ihre relevanten Zeugnisse beilegen,
und gut ist. Das passiert täglich in Deutschland tausendfach, dass sich
Leute aus ungekündigten Arbeitsverhältnissen heraus bewerben -
Personaler wissen in aller Regel, wie man damit umzugehen hat.


--
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Jochem Huhmann (2007-03-28 23:52:00)

Martina Diel writes:

>> Während der letzten beiden Jahre meines Studiums hatte ich, mit
>> Praktika, nicht weniger als 6 verschiedene Jobs. Da die meisten davon
>> typische Studentenjobs (Kellnern etc.) waren, möchte ich sie auf dem
>> Lebenslauf nicht angeben. Sonst wäre das Ding ja viel zu lange, da ich
>> vorhin auch schon ziemlich gejobbt hab, bei mehreren kleineren Firmen.
>> Wie ist das eigentlich? Kann ich Jobs ggf. einfach weglassen (sofern
>> keine Lücke entsteht), wenn ich sie für die aktuelle Bewerbung als
>> unwichtig ansehe?
>
> Ja, kannst du.

Kann er zwar garantiert, aber es kann durchaus sinnvoll sein, diese Jobs
zumindest zu erwähnen. MuÃź ja nicht detailliert sein, aber jemand, der
im Studium durchgehend gearbeitet hat, macht einen besseren Eindruck als
einer, der das scheinbar nur selten nötig hatte. Und auch Jobs wie
Kellnern stellen durchaus Ansprüche an Zuverlässigkeit, FleiÃź, Teamwork,
Durchhaltevermögen, "Arbeit sehen", usw.

Mag übertrieben sein und kommt auch auf die Umstände an, aber unbedingt
weglassen nur weil das typische Studentenjobs waren muÃź man das nicht.

Jochem

--
"A designer knows he has arrived at perfection not when there is no
longer anything to add, but when there is no longer anything to take away."
- Antoine de Saint-Exupery

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Lutz Schulze (2007-03-29 06:48:48)

Am 28 Mar 2007 12:45:49 -0700 schrieb Patrick:

> Endlich ist mein Ingenieurstudium um und es ist an der Zeit, sich an
> Jobsuche zu machen. Aber eine Sache muss ich noch klären. Hat jemand
> passende Tips?

Ja. Eigentlich schon zu spät, mit der Suche zu beginnen, wenn das Studium
schon um ist.

Lutz


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dirk-weber@web.de (Dirk Weber) (2007-03-29 19:17:00)

Am Donnerstag, dem 29.03.07, schrieb dog bon 25@yahoo.com in 1175111149.927=
235.295390@r56g2000hsd.googlegroups.com:
> Wie ist das eigentlich? Kann ich Jobs ggf. einfach weglassen
> (sofern keine L

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Martina Diel (2007-03-30 13:53:03)

* Dirk Weber :

> Am Donnerstag, dem 29.03.07, schrieb dog bon 25@yahoo.com in 1175111149.927235.295390@r56g2000hsd.googlegroups.com:
>> Wie ist das eigentlich? Kann ich Jobs ggf. einfach weglassen
>> (sofern keine Lücke entsteht), wenn ich sie für die aktuelle
>> Bewerbung als unwichtig ansehe?

> Klar, kannst Du. Ich selber habe eine längere Lücke zwischen dem Abi
> und der ersten dauerhaften Beschäftigung. Die habe ich dann mit
> "diverse Tätigkeiten in Industrie und Handel" beschrieben, ohne nähere
> Angaben. Gut, mein Abi ist jetzt 35 Jahre her, aber es handelte sich
> um gut 12 Jahre, das war schon einiges.

Du hast 12 Jahre mal mit obiger Kurzfassung unter den Tisch fallen
lassen? Auweia. Dazu kann ich niemandem raten - jedenfalls nicht, wenn
er sich für einen Job bewirbt, wo man schriftliche Unterlagen braucht.

Was für ein Unternehmen hat dich dann für was für einen Job eingestellt?

--
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Martina Diel (2007-03-30 14:08:46)

Sorry, das ging eben per Mail raus - ein Versehen!

* Jochem Huhmann [de.soc.arbeit]:

> Martina Diel writes:

>>> Während der letzten beiden Jahre meines Studiums hatte ich, mit
>>> Praktika, nicht weniger als 6 verschiedene Jobs. Da die meisten
>>> davon
>>> typische Studentenjobs (Kellnern etc.) waren, möchte ich sie auf dem
>>> Lebenslauf nicht angeben. Sonst wäre das Ding ja viel zu lange, da
>>> ich
>>> vorhin auch schon ziemlich gejobbt hab, bei mehreren kleineren
>>> Firmen.
>>> Wie ist das eigentlich? Kann ich Jobs ggf. einfach weglassen (sofern
>>> keine Lücke entsteht), wenn ich sie für die aktuelle Bewerbung als
>>> unwichtig ansehe?

>> Ja, kannst du.

> Kann er zwar garantiert, aber es kann durchaus sinnvoll sein, diese
> Jobs
> zumindest zu erwähnen.

Kann es, ja - daher schrieb ich ja auch nicht, dass er die Jobs
streichen muss, sondern nur, dass er es kann, wenn er möchte.

> Muß ja nicht detailliert sein, aber jemand, der im Studium durchgehend
> gearbeitet hat, macht einen besseren Eindruck als einer, der das
> scheinbar nur selten nötig hatte.

Das würde ich so pauschal nicht bejahen. Einen Arbeitgeber interessieren
Jobs während des Studiums meiner Erfahrung nach tendenziell nur, wenn

a) sie für die jetzt zu besetzende Position relevant sind
oder allenfallso noch
b) wenn sie ein recht langes Studium plausibel machen

> Und auch Jobs wie Kellnern stellen durchaus Ansprüche an
> Zuverlässigkeit, Fleiß, Teamwork, Durchhaltevermögen, "Arbeit sehen",
> usw.

Ja. Allein dadurch, dass jemand Kellner war und das auch angibt, weiß
man ja aber noch nicht, ob es einer von denen war, die immer qualmend
und mit Kollegen plaudernd an der Theke standen, oder einer, der
wirklich seine Kunden umsorgt hat.

> Mag übertrieben sein und kommt auch auf die Umstände an, aber
> unbedingt
> weglassen nur weil das typische Studentenjobs waren muß man das nicht.

Wie gesagt: Von "Müssen" war nicht die Rede.

--
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Angabe von Studentenjobs / Referenzen

Karsten (2007-04-18 10:53:08)

Hallo,


Martina Diel schrieb:

>
> > Bei Gelegenheit noch eine Frage bezüglich meiner Schwester. Sie
> > arbeitet gerade als Assistentin in einem Unternehmen, ist aber nicht
> > zufrieden und möchte wechseln. Aber logischerweise soll ihr aktueller
> > Arbeitgeber nicht bekommen, wo sie sich beworben hat. Darf eigentlich
> > ein Unternehmen, bei dem sie sich bewirbt, bei dem aktuellen
> > Arbeitgeber anrufen und sich beispielsweise eine Meinung über sie
> > holen?
>
> Niemand darf es dem Unternehmen verbieten - aber warum sollte das jemand
> tun? Wenn sich herumspricht, dass das Unternehmen Bewerbungen nicht
> vertraulich behandelt, ist das ein GAU. Daher wird das kein Personaler,
> der bei Sinnen ist, bei einer Bewerbung eines ungekündigten Kandidaten
> tun.
>
> > Sie gibt brav ihre früheren Referenzen aus der Zeit ihrer Ausbildung,
> > diese wurden aber noch nie angerufen. Ihr jetziger Job ist aber ihr
> > erster "richtiger" Job nach der Ausbildung. Reicht da im
> > Bewerbungsschreiben der Vermerk "Bitte meine Bewerbung vertraulich
> > behandeln"?
>
> Was meinst du mit "reicht"? Sie soll ihre relevanten Zeugnisse beilegen,
> und gut ist. Das passiert täglich in Deutschland tausendfach, dass sich
> Leute aus ungekündigten Arbeitsverhältnissen heraus bewerben -
> Personaler wissen in aller Regel, wie man damit umzugehen hat.
>
>

Ich wäre da etwas vorsichtiger. Als ich einmal in Personalverantwortung
stand., gab es tatsächlich
Unternehmen, die sich bei dem vorherigen Unternehmen erkundigten. Ich bin
mir daher gar nicht so sicher,
dass die Bewerbungen vertraulich behandelt werden, obwohl sie es eigentlich
sollten.
Ich habe diese Anrufe selbst entgegengenommen.

Seit diesem Zeitpunkt kann ich nur empfehlen zu schreiben: befinde mich in
unkekündigter Stellung, dann die
Position innerhalb des aktuellen Unternehmens anzugeben und die Branche zu
nennen, damit der Personalverantwortliche
sich ein Bild von den Kenntnissen machen kann.

Ich rate sehr dringend davon ab, das Unternehmen zu nennen.

Karsten