Hallo Leute!
Ich (Student) habe ein Problem und suche Hilfe, bzw Rat.
Die Sache ist die: ich möchte mein Studium abbrechen und eine Ausbildung
machen. Allerdings ist das eine schulische Ausbildung, keine betriebliche,
und die wird vom Staat nicht weiter unterstützt... BAföG habe ich
schon beim
Studium nicht bekommen, meinen Vater musste ich auf Unterhalt verklagen.
Seine Unterhaltspflicht endet mit dem Abbruch meines Studiums und ab dann
wird er auch nicht mehr zahlen (daran ist nichts zu rütteln), meine Mutter
ist leider schon seit Jahren arbeitslos und krebst selbst am unteren
Minimum.
Also kein Unterhalt, kein BAföG, kein Aubildungsgeld... Darlehen gibt es
laut Info vom Arbeitsamt auch nur während dem Studium, nicht für eine
Ausbildung (und da es eine schulische Ausbildung ist habe ich während
dieser
Zeit... also 2-3 Jahre... kein Einkommen). Dem Berater (und einer
Mitarbeiterin an einer betreffenden Schule, die ich dann besuchen würde)
sind keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten eingefallen. Jetzt werde ich
mich wohl informieren ob ein Halbtagsjob (wenn die Schule halbtags ist...)
ausreicht um Wohnung und Leben halbwegs zu bezahlen. Ich wollte mich aber
auf jeden Fall umhorchen, ob es vielleicht noch andere Möglichkeiten gibt,
z.B. falls so ein Halbtagsjob eben nicht ausreicht oder ich aus
irgendwelchen Gründen nicht so viel jobben kann wie ich müsste. Gibt
es
irgendwelche Hilfsgruppen, die man anschreiben könnte? Hat da jemand
Erfahrungen gemacht oder kann mir Stellen nennen, an die ich mich wenden
kann?
Bin für jede Hilfe dankbar, denn eins steht fest: ich kann nicht
weiterstudieren und möchte unbedingt diese Ausbildung machen! (an den
Noten
liegt es übrigens nicht, die liegen zwischen 1,0 und 2,7 also ganz gut).
Gruß
Susanne
On Wed, 9 Jul 2003 19:02:38 +0200, "Sanne"
wrote in
:
>Bin für jede Hilfe dankbar, denn eins steht fest: ich kann nicht
>weiterstudieren und möchte unbedingt diese Ausbildung machen!
Wieso? Hast Du Angst, als Uni-Absolvent zuviel Geld zu verdienen?
sehr komisch :-(
"Sanne" wrote in
news:behi1g$jj4$1@news.uni-kl.de:
> Bin für jede Hilfe dankbar, denn eins steht fest: ich kann nicht
> weiterstudieren und möchte unbedingt diese Ausbildung machen! (an den
> Noten liegt es übrigens nicht, die liegen zwischen 1,0 und 2,7 also
> ganz gut).
>
Hallo Susanne,
auch wenn Du, was Dein gutes Recht ist, die Gründe aus denen Du nicht mehr
studieren kannst nicht nennen willst, sind sie wahrscheinlich entscheidend
für die Antwort auf deine Frage:
Wenn Du nämlich tatsächlich nicht mehr studieren *kannst* (z.B. weil
Du
Medizin studierst, jetzt aber eine schwere Allergie gegen
Desinfektionsmittel aufgetreten ist) ist es durchaus möglich, dass Dein
Vater weiterhin unterhaltspflichtig ist und auch die Kosten der
Schulausbildung übernehmen muss (dein Anwalt hilft Dir sicher weiter).
Gruss, Florian
"Sanne" wrote in
news:bek0d9$4ih$1@news.uni-kl.de:
Hallo Susanne,
also ich kann und will Deinem Anwalt ja nicht widersprechen, aber zu deinem
Fall gibt es durchaus unterschiedliche Auffassungen, was die
Unterhaltspflicht Deines Vaters betrifft. Z.B. bei www.familienrecht-
ratgeber.de fondet sich die Aussage:
"Finanzieren müssen die Eltern grundsätzlich nur eine
Ausbildung. Zur
Finanzierung einer Zweitausbildung sind die Eltern nur ausnahmsweise
verpflichtet, so z.B. wenn die Erstausbildung auf einer deutlichen
Fehleinschätzung der Begabung des Kindes durch die Eltern beruht oder wenn
die Erstausbildung oder das Erststudium aus gesundheitlichen Gründen
abgebrochen werden musste."
Wenn Du sagst, dass du wegen Deiner Panik vor dem Studium sogar schon beim
Arzt warst und der Dir das attestiert ...
Gruss, Florian
Hi!
zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich eine ganze Weile
nicht
mehr hier reingeschaut habe...
Also... Fehlentscheidung in Richtung Begabung: damit komme ich wohl nicht
weit, mein Vordiplom habe ich mit 2,0 abgeschlossen und war nur wegen meinem
Beifach so schlecht, die letzte Note war eine 1,0... insofern fürchte ich,
dass das Argument nicht zieht.
weiter... vom Arzt attestieren lassen: ich war bei der psychologischen
Beratungsstelle der Universität gewesen wegen der Prüfungsangst...
und habe
die Behandlung abgebrochen, weil auch nach Wochen noch immer nicht auf das
Problem eingegangen wurde sondern auf alles andere sonst (auf meine Freunde,
meine Familie, mein Ex... und die Ängste hatte ich schon zu Schulzeiten,
lange, bevor ich den überhaupt kannte). Insofern fürchte ich, dass
die mir
auch nicht viel attestieren.
Ängste in der Ausbildung: daran glaube ich weniger, da das etwas ist, was
mir wirklich Spaß macht... ich habe nach meiner Konfirmation in unserer
ev.
Jugend für ein Jahr ehrenamtlich mit Kindern gearbeitet... das liegt mir
wirklich.
Warum habe ich nicht soz.Päda gemacht statt Mathe? Mittlerweile hab ich
mir
sagen lassen, dass ich dann, wenn überhaupt in richtung KiGa oder KiTa, in
einem Büro landen würde und das will ich eigentlich nicht! Und damals
wusste
ich einfach noch gar nichts davon...
Zur Art der Ausbildung: ich gedenke sie in Hamburg zu machen. Nach neuesten
Infos (ich versuche die SChule an sich zu erreichen, aber leider sind
Ferien...) besteht die Ausbildung aus erst 3 Jahren Schule zur
sozialpädagogischen Assistentin, wo ich nichts verdiene. Das ist ein
fertiger Abschluss, aber es werden eigentlich kaum solche eingestellt, da
sie nicht so viel und eigenständig arbeiten können/dürfen/wie
auch immer wie
ausgebildete Erzieher/innen. D.h. es kämen noch 2 Jahre Ausbildung zur
Erzieherin dran, die auch schulisch wären, zwar zwischenzeitlich Praktika
enthält, die aber nicht bezahlt werden.
Soviel zu den Antworten. Habe ich etwas vergessen? Wenn ja, dann tut mir das
leid, hab im Moment nicht so viel Zeit, weil ich weg musste, wollte aber
trotzdem die Fragen beantworten.
Danke bisher auf jeden Fall schon mal
Susanne